Ausbildung zum Erwerb des Jagdscheins 2023
Mit 25 Teilnehmern ist der gemeinsame Kurs der KJV Buchen und Mosbach in diesem Jahr voll ausgebucht und wir mussten bereits Bewerber auf nächstes Jahr vertrösten. Das Interesse an unserem Lehrgang zeigt, dass sich immer mehr Menschen für unsere Natur engagieren und Verantwortung übernehmen wollen. Auch unser Ausbildungskonzept wird durch die starke Nachfrage an unserem Lehrgang bestätigt, fasste Ausbildungsleiter Stefan Paulus seine ersten Eindrücke zusammen. Jagen ist ein Handwerk, was man vor allem praktisch erlernen muss. Neben der notwendigen Theorie liegt unser Schwerpunkt auf der Praxis. Zusätzlich zu der normalen Jagdausbildung hat jeder Schüler einen aktiven Jäger als Paten, mit dem er gemeinsam die Praxis erfährt. Gerade durch die Erfahrung der gestandenen Jäger, lernt der Schüler seiner Verantwortung für Wild und Natur gerecht zu werden.
Beim gemeinsamen Hochsitzbau durften alle Teilnehmer, unter Anleitung ihrer erfahrenen Ausbilder, selbst Hand anlegen. Am Ende des Tages waren alle stolz auf das Ergebnis.
Der Lehrgang geht noch bis Anfang November und schließt mit der staatlichen Jägerprüfung ab. Die Kreisjagdvereine Buchen und Mosbach wünschen den neuen angehenden Jungjägerinnen und Jungjägern alles Gute und Waidmannsheil für die Ausbildung und eine gute gemeinsame Zeit sowie viel Spaß beim Lernen!
Der erste Tag beginnt mit vielen neuen Gesichtern - egal ob jung oder alt, männlich oder weiblich. Das ,,Grüne Abitur“ kann jeder machen, der das Interesse und die Begeisterung für die Jagd hat. Durchhaltevermögen, fleißiges Lernen und das Bewusstsein der Jägerschaft gehört auch dazu. Als Jäger entscheidet man später über Leben und Tod eines Wildtieres.
Zuerst ging es für alle in den Schulungsraum, wo all unsere Lehrmaterialien bereit lagen und alle 25 Teilnehmer ein beengtes Plätzchen gefunden haben. Der Jagdvorstand begrüßte uns freundlich und ermunterte uns zur Ausbildung.
Dann begann der Unterricht: zuerst behandelten wir das Thema Recht und haben uns dabei mit den verschiedenen Gesetzen, wie bspw. dem Wildtiermanagementgesetz und Naturschutzgesetz, befasst. Darauf folgte eine Pause zum Stärken. Federwild und Haarwild kamen als nächstes dran und schon war der erste Tag vorbei.
Nach dem ersten Schock was die nächsten Monate alles auf uns zukommt ging es am zweiten Tag unserer Ausbildung direkt weiter mit Waffenkunde und Waffenhandhabung. Von der Geschichte der Waffen über verschiedene Modelle und Bauarten bis hin zum sicheren Umgang wurde alles ausführlich besprochen.
Nach zwei intensiven Tagen waren wir alle ziemlich erschöpft und von dem geballten Wissen überrumpelt - aber die Begeisterung blieb!
Woche 2 startete nicht mit Büchern und Kugelschreiber in unserem üblichen Schulungsraum, sondern mit Hämmern und Nägeln im Freien. Unser Vorhaben für diesen Tag war es, Hochsitze zu bauen. Dafür teilten wir uns in 6 Gruppen auf, von denen jede Gruppe eine andere Bauart anwendete. So entstanden verschiedene Hochsitze, welche mit und welche ohne Dach bzw. geschlossene Kanzeln und offene Sitze.
Nach dem praktischen Teil am Vortag ging es jetzt wieder ans Theoretische. Wir haben Wildkrankheiten, Wildbretthygiene und die Anatomie der Organe durchgenommen. Dies soll es uns später als Jäger erleichtern, kranke Tier zu erkennen und die richtige Versorgung eines erlegten Stücks zu gewährleisten. Nachdem wir uns gestärkt hatten kam erneut Waffenkunde dran.
Als nächster und für den Tag letzter Punkt standen Jagdpraxis und Jagdtraditionen auf dem Lehrplan. Dazu gehören bspw. die verschiedenen Jagdsignale und wie man eine Strecke legt, was man später vor allem auf einer Gesellschaftsjagd anwendet.
Heute begann der Tag mit dem Thema Landbau, bei dem es unter anderem um die Grundlagen der Botanik ging. Wir lernten verschiedene Arten von Pflanzen, deren Aufbau und Funktion, aber bspw. auch verschiedene Maschinen zur Saat und Pflege der Pflanzen kennen.
Danach ging es auf den Schießstand. Doch bevor der praktische Teil beginnen konnte, haben wir noch eine sicherheitstechnische Unterweisung bekommen. Dabei wurde noch einmal Wert auf den sicheren Umgang mit Waffen gelegt.
Nun ging es zum ersten Mal schießen. Da wir eine sehr große Gruppe waren, haben wir uns aufgeteilt. Wir schossen auf Kipphasen, Tontauben und bewegliche Ziele wie z.B. den laufenden Keiler.
Die Themen Jagdrecht und Waffenhandhabung standen heute nochmal auf der Tagesordnung. Durch die Wiederholung fällt es einem leichter sich den Inhalt der letzten Stunden zu merken und offene Fragen konnten geklärt werden. Darauf aufbauend kam dann auch noch neuer Stoff dazu.
Heute kam das Thema Jagdhunde dran. Dabei wurden uns die verschiedenen Rassen vorgestellt und ihre Merkmale/Fähigkeiten genauer erklärt. Außerdem erhielten wir auch schon einen Einblick in die Jagdhundeausbildung.
Nicht jede Rasse ist für jede Art zu jagen geeignet – so werden die Jagdhunde in verschiedene Gruppen, wie bspw. Schweißhunde, Vorsteher, Stöberhunde, jagende Hunde, Erdhunde und Apportierhunde, aufgeteilt.
Am Mittag folgten praktische Übungen und wir gingen auf den Schießstand.
Am Morgen stand Waffenhandhabung auf dem Stundenplan. Dieses Mal haben wir die Grundlagen vertieft und das erlernt wiederholt.
Danach ging es mit Wildtierökologie weiter. Wir besprachen die Anatomie der Wildtiere, verschiedene Wildkrankheiten und dabei auch aktuelles zur Afrikanischen Schweinepest, kurz ASP.
Später ging es beim Thema Jagdrecht um die Aufteilung von Revieren und die Reviergestaltung.
So wie letzte Woche der Unterricht aufhörte, begann es heute direkt wieder mit Jagdrecht.
Nun kamen wir zu den Gesetzen und Vorschriften über Abschüsse. Dies war sehr interessant und wichtig für uns, da wir uns bei jedem Ansitz darauf beziehen.
Anschließend ging es wieder schießen, damit wir darin geübt sind und uns später als Jäger ein sicherer Abschuss gelingt.
Der Tag begann mit Wildkrankheiten. Wir lernten die Anzeichen von Krankheiten zu erkennen, die Ursachen und Entstehung der Krankheiten.
Danach vertieften wir unser Wissen zur Wildtierökologie und gingen unter anderem auf den Körperaufbau und Erkennungsmerkmale der Tiere ein. In diesem Zug wandten wir waidgerechte Sprache an.
Am Ende des Tages besprachen wir Traditionen der Jagd im Unterrichtsfach Jagdpraxis.
Nachdem wir vor 2 Wochen in der Theorie das Thema Jagdhunde durchgegangen sind, hatten wir heute ein paar Jagdhunde zu Besuch. Die Hunde sind sehr gut ausgebildet und wir konnten uns ein Bild davon machen, wie sie bspw. eine Entenattrappe aus dem Wasser apportieren oder in der Wiese eine Fährte aufnahmen und verfolgten.
Kurzfristig gab es eine kleine Planänderung und wir hatten die Möglichkeit, an einem angefahrenen Wildschwein das Aufbrechen des Stücks und die verschiedenen Organe zu sehen. Durch den Unfall hatte das Tier große Verletzungen erlitten. Trotzdem war es interessant, dass wir das direkt am Wild und nicht nur auf Fotos und in Beschreibungen sehen konnten.
Das eigentliche Thema „Wildkrankheiten“ konnten wir danach, in gekürzter Form, auch noch durchgehen, bevor es dann wieder um Landbau, verschiedenen Pflanzenarten und die Almbewirtschaftung ging.
Direkt am Morgen starteten wir mit Waffenhandhabung, um den sicheren Umgang mit den Waffen weiter zu üben und unser Wissen dazu weiter zu vertiefen.
Im Anschluss konnten wir unsere Fortschritte beim Schießen unter Beweis stellen und unsere Treffsicherheit weiter üben.
Heute stand erneut die Jagdpraxis auf der Tagesordnung. Beim Thema Jagdtraditionen sind wir auf verschiedene Arten der Jagd (z.B. Ansitzjagd, Drück- oder Treibjagd) eingegangen, welche Tiere dabei bejagt werden und wann bspw. Jagdhunde zum Einsatz kommen.
Im Anschluss ging es wieder auf den Schießstand. Die ersten von uns konnten heute mit den Tontauben abschließen. In Baden-Württemberg gehören diese zwar nicht zur Prüfung, dafür muss aber jede angehende Jägerin und jeder angehende Jäger während der Ausbildung insgesamt 120 Tontauben beschießen.
Waffenhandhabung stand auch an diesem Morgen wieder als erstes auf dem Programm.
Nach der Mittagspause lernten wir Regelungen bei Wildschäden kennen und wie wir Maßnahmen ergreifen können, um diesen zu vermeiden.
Außerdem gingen wir auf Grundlagen der Wildhege, Biotopspflege und Reviergestaltung ein. Als Jäger sind wir später auch für den Erhalt und die Pflege eines artenreichen und gesunden Wildbestands verantwortlich. Dafür schließen sich Jäger benachbarter Jagdreviere zu Hegegemeinschaften zusammen.
Heute stand wieder das Thema Wildtierökologie an. Nachdem wir beim vorherigen Unterricht zu dem Thema eher auf den Körperaufbau und die Erkennungsmerkmale des Hochwilds, wie bspw. Rotwild, Rehwild und Muffelwild, eingegangen sind, haben wir uns heute hauptsächlich mit Schwarzwild und gegen Ende noch mit Raubwild beschäftigt. Dabei sind wir bspw. auf Fuchs, Dachs und Waschbär eingegangen.
Im Anschluss durften wir unser Können am Schießstand unter Beweis stellen und weiter üben.
Morgens haben wir das Thema vom vorherigen Tag fortgesetzt und sind auf weitere Arten des Raubwilds, deren Körperbau und Erkennungsmerkmale eingegangen.
Anschließend ging es um Wildkrankheiten, die auch auf den Jagdhund übertragen werden können, und allgemein um die Gesundheit des Hundes. Während Tollwut, als eine der bekanntesten Krankheiten, bspw. durch einen Biss auch auf den Menschen übertragen werden könnte, haben wir auch nicht ansteckende, aber dafür vererbbare Krankheiten, wie die Hüftgelenksdysplasie bei Hunden, durchgenommen.
Obwohl wir schon sehr viele verschiedene Themen gelernt und sogar wiederholt haben, kam dann doch noch ein neues Thema dran: Waldbau. Wir haben besprochen wie der Wald aufgeteilt ist (z.B. Staats- oder Privatwald, Bundeswald, …), welche Funktionen er übernimmt, aber auch wie ein einzelner Baum aufgebaut ist und welche Baumarten hier zu finden sind.
Vormittags starteten wir mit dem Thema Waffenrecht. Das Thema ist sehr umfangreich und so sind wir heute auf die Voraussetzungen und wichtigsten Punkte für den Waffenbesitz in Deutschland eingegangen.
Danach konnten wir am Schießstand den Umgang mit den Waffen und unsere Treffsicherheit weiter üben, bevor das Nachsuche-Seminar begann. Zum Seminar besuchte uns Christian Schäfer, der anerkannter Nachsucheführer ist und uns praktische Tipps gab. Bspw. ist es wichtig, den Anschuss zu verbrechen („zu markieren“) und den Nachsucheführer schnellstmöglich und zu jeder Tag- und Nachtzeit zu kontaktieren.
Als erster Punkt auf der Tagesordnung stand heute wieder das Thema Waffenrecht und wir haben die Vorgaben zum Waffenbesitz in Deutschland vertieft.
Auch zum Thema Waldbau vertieften wir die Themen der vorherigen Woche, besprachen die Nutzung des Waldes, wie man ihn pflegt und welche Schädlinge es gibt.
Im Anschluss gingen wir beim Thema Wildtierökologie erneut auf die Eigenschaften der verschiedenen Wildtiere ein.
Da heute Feiertag ist, konnten wir die Zeit zusammen nutzen und weitere Themen besprechen.
Nachdem wir im Kurs schon viel zu Jagdhunden, den verschiedenen Rassen sowie möglichen Krankheiten besprochen hatten und sogar schon einige Jagdhunde zu Besuch bei uns waren, ging es heute hauptsächlich um die Ausbildung der Hunde und welche Prüfungen sie bestehen müssen. Hinsichtlich unserer Prüfung haben wir dann auch gleich offene Fragen unsererseits klären können.
Danach ging es tierisch weiter. Auf dem Plan stand das Thema Federwild, bei dem wir auf die verschiedenen Greifvögel eingegangen sind. Diese können in verschiedene Gruppen unterteilt werden, bspw. unterscheidet man zwischen Tag- und Nachtgreifvögel, teilt die Greifvögel in Horstgestalter und Horstbenutzer oder anhand ihrer Tötungsweisen in Griff- und Bisstöter auf.
Heute ging es für uns ins Revier! Wir waren in Hornbach bei einer Ausbildungs-Treibjagd. Im Fach Jagdpraxis hatten wir verschiedene Arten der Jagd, also auch die Treibjagd, in der Theorie schon besprochen. Heute konnten wir das live erleben und uns als Treiber nützlich machen.
Gegen Ende der Treibjagd wurde die Strecke gelegt, das heißt alle erlegten Stücke werden aufgebahrt um den Tieren Respekt und Dankbarkeit zu zollen.
Gesellschaftsjagden werden meistens mit dem sogenannten Schüsseltreiben beendet.
Wie uns der Tag gezeigt hat, ist die Jagd nicht ungefährlich und kann zu Verletzungen führen. Im ersten Moment denkt man dabei wahrscheinlich eher an einen Unfall mit einer Waffe oder einer Begegnung mit einem Wildtier, aber auch das Gelände, in dem man als Jäger unterwegs ist, kann seine Tücken haben. So hat sich beim Treiben einer der Kursteilnehmer leider das Bein gebrochen.
Nach dem spannenden und bewegungsreichen Tag in Hornbach, waren wir heute wieder im Schulungsraum. Der Gelüngetag stand an und wir konnten uns die verschiedenen Organe der Wildtiere genauer anschauen.
Später hatten wir zum Thema Waffenkunde eine Art Prüfungssimulation, bei der mögliche Fragen durchgesprochen wurden und wir uns auf die bevorstehende Prüfung vorbereiten konnten.
Beim Thema Wildtierökologie haben wir uns die Alters- und Geschlechtsmerkmale der Wildtiere genauer angeschaut und die Erkennungsmerkmale wiederholt.
Dieses Mal haben wir uns unter der Woche zu einem ganz speziellen Thema getroffen: wir waren bei einem Nachtsichtseminar. Dort wurden uns verschiedene Produkte vorgeführt und wir wurden beraten welche technischen Merkmale es gibt und welche rechtlichen Vorgaben wir zu beachten haben.
Da die Prüfungen immer näher rücken, wiederholen wir die bisherigen Themen immer wieder und besprechen im Kurs offene Fragen. So haben wir auch heute zum Thema Federwild das bisher gelernte wiederholt.
Anschließend hatten wir beim Thema Waffenrecht ebenfalls eine Prüfungssimulation, bei der wir die Prüfungssituation etwas nachstellten und Fragen gestellt bekommen haben.
Danach beendeten wir den Tag wieder auf den Schießstand.
Auch heute konnten wir unser Wissen praktisch vertiefen und im Zuge einer Revierbegehung verschiedene Begebenheiten und Themen, die wir in der Theorie schon öfter besprochen hatten, vor Ort anschauen. Im Revier Neckargerach konnten wir unter anderem Einblicke in die Wasserjagd bekommen, sind danach zu einer Wildwiese und konnten zwei verschiedene Kirrungen und Suhlen anschauen.
Dabei haben unsere Ausbilder immer wieder unser Wissen auf die Probe gestellt und uns wie in der Prüfung bspw. über verschiedene Tierarten und deren Merkmale, wie Tragezeiten, abgefragt.
An diesem Abend stand die Trichinenschulung an. Dazu haben wir uns in Buchen getroffen und Herr Dr. Bennemann hat uns alles Wichtige zur Trichine erklärt. Trichine ist eine Krankheit, auf die Allesfresser geprüft werden müssen bevor ihr Fleisch für den menschlichen Verzehr verarbeitet wird. In der Schulung lernten wir, an welchen Körperstellen und aus welchem Gewebe Proben zu entnehmen sind, wie und von wem diese Proben untersucht werden und was es sonst noch zu beachten gibt.
Nachdem wir in einzelnen Fächern schon Prüfungsfragen durchgegangen sind, wurde heute eine richtige Prüfung zur Probe durchgespielt. Dabei wurden wir Prüflinge einzeln abgefragt, so wie es bei der mündlich-praktischen Prüfung später auch laufen wird.
Zeitgleich wurde auf dem Schießstand die Schießprüfung simuliert und zum Ende des Tages wurden auffällige Defizite mit uns besprochen.
Mit dem Jagdschein gehen wir nicht nur rechtliche, sondern auch ethische Verpflichtungen ein. Schließlich handelt es sich bei jedem der Tiere, die wir einmal erlegen werden, um Lebewesen. Diesen sollten wir mit Respekt begegnen und sie nicht unnötig leiden lassen. Zum einen bedeutet das, dass wir ein krankes Tier erlösen sollten, zum anderen aber auch, dass wir uns bei jedem Schuss sicher sein sollten und das Tier möglichst gezielt erlegen.
Als Jäger sind wir später auch für den Schutz von Flora und Fauna zuständig. Daher müssen wir ebenfalls geschützte Tiere und Pflanzen lernen und erkennen können.
Zum Thema Waldbau lernten wir heute noch verschiedene Kleingehölze, wie Sträucher und Büsche kennen. Außerdem ging es um die Vereinbarkeit von Forst und Wild.
Um die Gegebenheiten am Schießstand, an dem wir später unsere Schießprüfung ablegen werden, kennenzulernen, waren wir heute schon einmal in Bühlhof und durften dort ein paar Schuss abgeben.
Heute waren wir im Wildgehege in Walldürn. Dort hatten wir die Möglichkeit einige Tierarten live zu sehen und einem Wildschwein ganz nah zu kommen. Während man so einem Tier in freier Wildbahn nicht unbedingt direkt begegnen möchte, sind die Tiere im Wildgehege an Menschen gewöhnt und wir konnten das Wildschwein sogar streicheln.
Auf dem Naturpfad sollten wir die verschiedenen Bäume bspw. anhand ihrer Blätter bestimmen. Unser Ausbilder vermittelte uns weitere Tipps zur Erkennung und Unterscheidung der einzelnen Baumarten, aber auch für die Prüfung.
Gegen Ende des Tages stand das Thema Recht an und wir sprachen auch hier mögliche Prüfungsfragen durch.
Da heute unser letzter Ausbildungstag vor den Prüfungen war, wünschten uns unsere Ausbilder viel Waidmannsheil!
Jägerschlag
„Grünes Abitur“ bestanden
Von Schießausbildung und Wildtierökologie bis Hochsitzbau: Der Lernstoff für den Jagdschein ist umfassend. 18 Jungjäger haben den Kurs bestanden - doch nun müssen sie weiterhin am Ball bleiben.
Neckar-Odenwald-Kreis. Im Schützenstadl Mosbach ging der dreimonatige Jungjägerkurs mit dem feierlichen Jägerschlag zu Ende. 18 Prüflinge haben das „Grüne Abitur“ bestanden und dürfen sich ab sofort Jungjäger nennen.
An die Abiturprüfung erinnert der Weg zum Jagdschein wahrlich – den gibt es nicht geschenkt. Der Lernstoff umfasst die unterschiedlichsten Bereiche wie Wildtierökologie, Jagdhunde, Waffenrecht, Jagdrecht und Tierschutz und praktische Felder wie Wildbretvermarktung, Schießausbildung und Hochsitzbau.
Kurs an den Wochenenden
Dies alles wird ausschließlich an den Wochenenden unterrichtet. Dazu kommen unzählige Stunden des Selbststudiums, um insgesamt 6,5 Kilogramm Lernstoff aus unterschiedlichen Büchern in den Kopf zu bekommen. Die Jagdschüler zeigten von Beginn an sehr großes Interesse und Begeisterung für Wald und Wild.
So wurde aus anfänglich Fremden eine Gemeinschaft, die sich der Waidgerechtigkeit verschrieben hat und alles Wissen aufsog. Einen großen Anteil an dem Prüfungserfolg haben natürlich der Leiter der Jagdschule Neckar-Odenwald, Stefan Paulus, und sein gesamtes Ausbilderteam. Allesamt sind aktive Mitglieder der Kreisjägervereinigungen Buchen und Mosbach und haben sich ehrenamtlich der bestmöglichen Jagdausbildung verschrieben.
Jagdschein ist nur der Grundstein
Stefan Paulus beglückwünschte alle Jagdschüler mit dem Hinweis, dass jetzt erst das Jägerleben beginnt. Der Jagdschein ist nur der Grundstein – jeder müsse nun „am Ball bleiben, um das Handwerk richtig zu erlernen“.
Die beiden Kreisjägermeister (KJM) aus Buchen, Roland Braun, und aus Mosbach, Heinz Gottmann, waren sichtlich stolz auf das Ergebnis. In der Glückwunschrede ging Roland Braun auf die Notwendigkeit der Traditionen bei der Jagd und auf die Waidgerechtigkeit ein, auf die Freude, ein Teil der Natur zu sein und aktiv mitzugestalten.
Heinz Gottmann betonte die Bedeutung der Jagd in der heutigen Zeit, die Vielfalt der Natur, wies aber auch auf die erforderliche Besonnenheit eines Jägers hin.
Nach den Reden folgte dann der langersehnte Jägerschlag: Nachdem die Jagdhornbläser „Blattschlagen“ gespielt hatten, wurde jeder Einzelne durch die Kreisjägermeister zum Jäger geschlagen.
Schläge mit dem Hirschfänger
Durch drei Schläge mit dem Hirschfänger auf die Schultern wird dabei gleichzeitig die Verpflichtung zum waidgerechten Jäger ausgesprochen: „Der erste Schlag wird dich zum Jäger weihen, der zweite Schlag soll dir Waidgerechtigkeit verleihen.“ Der dritte Schlag sei ein Gebot, „was du nicht kennst, das schieß’ nicht tot“.
Nach Erhalt der Jägerbriefe gab es ergreifende und aufrichtige Dankesworte der Jungjäger an die Ausbilder. Die Jagdhornbläser umrahmten die Veranstaltung gebührend und der Abend klang bei gutem Essen und gemütlichem Beisammensein aus.
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